Zur Person

Zur Person
< zurück

Hans Klaus Dieter Berg
Funktion:
Schriftführer
Jahrgang:
1949
Familienstand:
ledig
Beruf:
Historiker
Allgemein

Besuch der Grundschule, danach Gymnasium mit Abitur als Abschluss. Danach Studium der Geschichte und Ethnologie (Völkerkunde) zu Berlin. Nach dem Studium längerer Aufenthalt in Indonesien, wo ich eine umfangreiche Sammlung farbiger Kleinbildaufnahmen zur Dokumentation der Sitten und Gebräuche der dort lebenden Bevölkerung anfertigte.

Danach Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Völkerkunde (jetzt Ethnologisches Museum) zu Berlin-Dahlem in der Abteilung Süd-und Südostasien. Zu meinen Tätigkeiten zählte u.a. die wissenschaftliche Auswertung der großen Celebes (Sulawesi)-Expedition von Prof. Albert Grubauer aus dem Jahre 1911, die Bearbeitung, Analyse und Katalogisierung des - durch die Kriegsereignisse verloren gegangen geglaubten, aber dann unvermutet aufgetauchten - Nachlasses des Berliner Forschers und Weltreisenden Fedor Jagor, der etwa den Zeitraum zwischen 1830 -1899 umfasst, sowie anderer ethnographischer und anthropologischer Exponate und Sammlungen. Überdies leitete ich das Bildarchiv der Abteilung mit Schwerpunkt 19.Jahrhundert. Ab Anfang der 90er Jahre publizistische Tätigkeit zu historischen Themen (u.a. für die "Deutsche Geschichte", sowie an Berliner und Potsdamer Zeitschriften), sowie Vorträge zu historischen und ethnologischen Themen.

1993-1998 schrieb ich eine umfassende Dokumentation über die Stadtentwicklung in Potsdam zwischen 1945-1989, die unter dem Titel "Die verlorene Potsdamer Mitte" 1999 gekürzter publiziert wurde und in der Presse und in wissenschaftlichen Kreisen auf Beifall und Anerkennung stieß.
1998 begann ich eine Dokumentation zur Stadtentwicklung über die Berliner Mitte während des gleichen Zeitraums wie in Potsdam, die gegenwärtig noch nicht abgeschlossen ist.

Nach Inkrafttreten des seinerzeitigen Viermächteabkommens (1972) und der damit verbundenen Möglichkeit für West-Berliner nach Ost-Berlin und in die DDR zu reisen, begann ich - quasi als Vorgriff zu den beiden Dokumentationen - eine umfassende Sammlung von farbigen Diapositiven und Super 8-Filmaufnahmen über Ost-Berlin, Potsdam und Brandenburg anzulegen.

2002 begann ich zusammen mit dem früheren Attache´ für Bildung und Kultur der Botschaft der Republik Indonesien in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Dr.Boedi Darma Sidi, eine Dokumentation über die Deutsch-Indonesischen Beziehungen im Zeitraum zwischen 1802-2002 zu schreiben, wobei ich über bekannte deutsche Persönlichkeiten schreibe, die in bzw. für Indonesien tätig waren (z.B.. Brüder Humboldt, Bastian, Chamisso, Jagor, Junghuhn, Haeckel, Baron von Plessen, Walter Spies etc.). Da Dr. Boedi jetzt wieder in Indonesien bei der ITB Bandung tätig ist, soll die Rubrik der Arbeit über Indonesier in Deutschland (z.B. Raden Saleh) von einem anderen indonesischen Wissenschaftler geschrieben werden.

2008 wurde eine wissenschaftliche Arbeit von mir über Adolf Bastian und seine Beziehungen zu Südostasien für eine Publikation unter dem Titel „Adolf Bastian and the Universal Archiv of Humanity - The Origins of German Anthropology“ ins Englische übersetzt und im Olms-Verlag zu Hildesheim publiziert.

Ferner Publikationen für das „Südostasien-Magazin“. Mitarbeit an dem Standardwerk "Sie kamen als Forscher und Ärzte - 500 Jahre Deutsch-Indonesische Medizingeschichte.

Für den Zeitraum Mai/Juni 2005 wurde ein Filmprojekt für das Fernsehen über den Begründer der Ethnologie als Wissenschaft in Deutschland, den Weltreisenden, Forscher und Gründer des Berliner Ethnologischen Museums, Prof.Dr.Adolf Bastian, (aus Anlass seines 100.Todestages am 03.02.2005) über sein Werk und sein Wirken in und für Indonesien geplant, das ich mit dem Chefredakteur des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (jetzt Fernsehen Rundfunk Berlin-Brandenburg / RBB), Herrn Unger, am 14.03.2003 vereinbart habe.

Durch die dankenswerte Unterstützung der Regierung der Republik Indonesien und des Bundesaußenministeriums der Bundesrepublik Deutschland wurde dieses Projekt im Mai/Juni 2005 durch umfangreiche Reisen auf Java, Sumatra und Bali realisiert; die Erstausstrahlung des Films durch den RBB fand am 03.04.2006 statt (Wiederholungen liefen bereits mehrfach in der ARD). Ich war bei diesem Filmprojekt (das meine Idee war) als Wissenschaftlicher Fachberater tätig. Ein zweites noch umfangreicheres Filmprojekt – das wir wieder auf Einladung der Regierung der Republik Indonesien realisieren wollen – ist in Vorbereitung.

Politisches Leben
  • Mitglied der CDU seit 1995
  • Mitglied des Vorstandes der CDU in Berlin-Wedding.
  • Mitglied der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte
  • Vorsitzender des Arbeitskreises für Bildung und Kultur der Fraktion der CDU Berlin-Mitte

  • Geschäftsführer der Deutsch-Indonesischen Vereinigung zu Berlin
  • Mitglied im Vorstand des Weddinger Heimatvereins