Gedenktafel

Werner Sowa  † Oktober 2010 (Ehrenmitglied)

Werner Sowa war das, was man ein echtes Berliner Urgestein nennen kann. Es war kantig, er war streitbar, er sagte das, was er dachte, nicht das, was andere hören wollten. Natürlich war er dadurch oft unbequem. Aber vor allem war er eines - er war ehrlich und verlässlich! Man wusste bei ihm immer, woran man war. Ohne dass er dabei ganz den Humor vergaß.

Sein Leben war, was viele nicht wussten, von einem einschneidenden Ereignis geprägt. Die Entführung des damaligen Berliner CDU-Landesvorsitzenden Peter Lorenz im Jahr 1975, dessen dienstlicher Fahrer er war, durch die Bewegung 2. Juni, verfolgte ihn bis zum Schluss. Hier wurde er von den Entführern schwer niedergeschlagen. Über dieses Ereignis sprechen - nein das wollte er nie. Man muss doch versuchen, die Vergangenheit zu verdrängen. Sonst kann man sich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren. Auf all das, was wichtig ist sagte er einmal in einem Interview mit der Berliner Morgenpost.

Wichtig, das war ihm seine Arbeit in der Berliner CDU. Der Ortsverband Schillerpark war seine politische Heimat. Er war sein letzter Ortsvorsitzender vor der großen Fusion aller Weddinger Ortsverbände zum Ortsverband Wedding, dessen stellvertretender Ortsvorsitzender er bis zu seinem Tod war.

Seine ehrenamtliche Arbeit in der Berliner CDU war vielfältig. Er war Bürgerdeputierter und Bezirksverordneter in der Weddinger Bezirksverordnetenversammlung. Auch als jahrelanges Mitglied im Kreisverband hinterließ er seine Spuren. Werner Sowa war bekannt als hervorragender Wahlkämpfer, der es auch verstand, andere immer wieder mitzureißen. Vielleicht ein Relikt aus seiner Zeit als Hobby-Judoka. Das Organisieren von Festen, bei den sich die Bürger mit ihren Bezirks- und Landespolitikern austauschen konnten, lag ihm immer am Herzen.

Nicht vergessen darf man auch seinen unermüdlichen Einsatz für die Belange der Weddinger Sportvereine, für die er sich schon zu seiner Zeit als Weddinger Bürgerdeputierter eingesetzt hat. Hier war er stets das Bindeglied zwischen dem Ortsverband und den einzelnen Vereinen. Es wird schwer fallen, diese Lücke annähernd gleichwertig zu schließen. Der Weddinger Sportpolitische Abend, der inzwischen zu einem festen Termin vieler Sportvereine geworden ist, und bei denen er sich stets als kompetenter Ansprechpartner zeigte, ist nicht zuletzt auch ein Kind von Werner Sowa. Nicht zuletzt deswegen, begleiteten auch viele Vertreter der Sportvereine ihn am 19. Oktober 2010 auf seinem letzten Weg.

Mit Werner Sowa ist ein Mitglied von uns gegangen, der auch für viele Mitglieder des Ortsverbandes ein Ansprechpartner war. Sein Rat war oft gefragt und geschätzt.

Werner, wir werden dich nicht vergessen!


Gertrud Szesny † September 2011 (Ehrenmitglied)

Frau Gertrud Szesny verkörperte das, was man von dieser Generation immer sagt:

Willensstark, aufrichtig, opferbereit und einen großen Sinn für Gerechtigkeit.

Gertrud Szesny wurde am 22.02.1920 in Posen geboren. Sie musste mit ihren Eltern aus ihrer Heimatstadt aus Posen fliehen und wurde in das sächsische Risa evakuiert.

In vielen Jahrzehnten, mit allen ihren Entbehrungen und Leid, hatte sie nie aufgehört sich für soziale Aufgaben zu engagieren. Dies tat sie dann auch in der CDU-Sachen, deren Mitbegründerin sie 1945 in Riesa war.

Nach einem Verwandtenbesuch floh sie 1952 nach West-Berlin und fand hier eine Anstellung bei der BFA. Kaum in Berlin angekommen unterstützte Sie sofort wieder die CDU. Sie gründete mit 4 Freundinnen die Hilfsstelle Hilfe mit Herz, die bis heute noch Menschen mit materiellen Spenden helfen. Nach Beginn der Flüchtlingswelle der Kosovo-Albaner unterstützte sie diese sehr aktiv. Auch die Arbeit im Union Hilfswerk lag ihr sehr am Herzen.

Ihre politische Karriere kann sich sehen lassen:
35 Jahre in der Sozialkommission,
20 Jahre Vorsitzende der Frauenunion,
8 Jahre Vorsitzende der Seniorenunion
20 Jahre mit Unterbrechung in der Bezirksverordnetenversammlung,

Getrud Szesny ist Trägerin der Wedding-Medailie und bekam 1986 für Ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz. Ihre enorme Lebenserfahrung brachte Sie bis zu ihrem Tod in die Arbeit beim CDU Ortsverband Berlin-Wedding ein.

Getrud Szesny verstarb am 15.09.2011 im Alter von 91 Jahren. Sie gehörte der CDU 66 Jahre an!

Liebe Gertrud, wir danken Dir für alles und werden immer an dich denken.

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